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Akupunktur
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etwa
4000 Jahre altes, aus China stammendes Heilverfahren, bei dem durch
Einstechen von Gold-, Silber- oder Stahlnadeln in bestimmte Körperpunkte
Erkrankungen verschiedener Organe und Funktionssysteme behandelt
werden. In 14 Meridianen fließt die Lebensenergie "Qi", die
an mehr als 360 empirisch festgelegten Punkten durch Einstechen
beeinflusst werden kann. Durch die Nadelreizung soll das sich in
Krankheit ausdrückende gestörte Energiegleichgewicht der
Gegensatzpaare Yin und Yang und der freie Fluss des "Qi"
wiederhergestellt werden. Abbrennen von getrocknetem Beifuß auf
Ingwer- oder Knoblauchscheiben über den Akupunkturpunkten oder direkt
auf den Nadeln (Moxibustion oder Moxa) soll die Wirkung erhöhen,
ebenso eine Nadelreizung mit elektrischem Strom (Elektroakupunktur).Angewandt
wird diese als Körper- , Schädel- und Ohrakupunktur.
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| Nach
dem 2. Weltkrieg wurde im modernen China die Schmerzbetäubung durch
Akupunktur entwickelt (Nadelstich-Analgesie bzw. -Hypalgesie);
dieser Methode liegen schon von der westlichen Medizin beeinflusste
Vorstellungen zugrunde. Das gilt auch für das Verfahren der sog. Aurikulo-Therapie
oder Ohrakupunktur, die Ende der 1950er Jahre von dem französischen
Arzt P. Nogier entwickelt wurde und die therapeutischen
ebenso wie analgetischen Zwecken dient. - Wenngleich die Wissenschaft
inzwischen die analgetische Akupunkturwirkung durch Freisetzung körpereigener
Neurotransmitter (Transmitter) und Opiate belegt hat, bleibt die übrige
spezifische Heilwirkung umstritten. Die Hauptanwendungsgebiete der
Akupunktur liegen in der Schmerzbehandlung und der Behandlung
funktioneller Störungen
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